Blocks im Basketball: Down-Screen und Back-Screen
Blocks (Screens) im Basketball Schritt für Schritt
- 1
O1 hat den Ball oben. O2 geht vom rechten Flügel nach unten und stellt einen Down-Screen für O4 am rechten Low Post.
- 2
O4 macht einen Schritt Richtung Zone, um seinen Verteidiger zu locken, und kommt dann eng um den Block von O2 hoch auf den rechten Flügel.
- 3
O1 passt zu O4 auf den Flügel. O2 kommt vom Low Post hoch und stellt einen Back Screen hinter dem Verteidiger von O1.
- 4
O1 schneidet um den Back Screen zum Korb. O2 geht nach dem Cut wieder raus an die Spitze und ist so die zweite Option.
- 5
O4 passt zu O1 für den Korbleger. Hilft die Verteidigung beim Cutter aus, ist O2 an der Spitze frei.
Basketball-IQ · in der Bravara-App
Deine Spieler lernen deine Spielzüge im Spiel.
Aus genau deinen Spielzügen wird ein Videospiel. Deine Spieler spielen sie ein paar Minuten am Tag von ihrer eigenen Position aus durch, und du siehst schon vor dem Training, wer welchen Spielzug draufhat.
Spiel gleich einen im Browser. Kein Download nötig.
Blockarten im Basketball
Down Screen
Der Blocksteller bewegt sich Richtung Grundlinie und blockt den Verteidiger eines Spielers am Low Post. Der Cutter kommt hoch und raus auf den Flügel oder an die Spitze und bekommt dort den Ball. Das ist der häufigste indirekte Block (abseits des Balls) und für junge Spieler am leichtesten zu lernen.
Back Screen
Der Blocksteller bewegt sich vom Korb weg und stellt den Block hinter dem Verteidiger eines Außenspielers, auf der Seite zum Korb hin. Der Cutter zieht zum Korb. Verteidiger sehen einen Back Screen nicht kommen, deshalb ist der Cutter oft völlig frei für einen Lob oder Korbleger.
Flare Screen
Der Blocksteller stellt den Block an der inneren Schulter des Verteidigers, und der Cutter löst sich vom Ball weg Richtung Flügel oder Ecke für einen Sprungwurf. Der Flare Screen funktioniert am besten für gute Werfer, deren Verteidiger gern zum Aushelfen in der Zone stehen.
Ball Screen
Der Block (direkter Block) wird gegen den Verteidiger gestellt, der den Dribbler deckt. Das ist der „Pick“ im Pick and Roll. Der Ballführer dribbelt um den Block, und der Blocksteller rollt zum Korb ab oder geht für einen Wurf nach außen (Pop).
Cross Screen
Der Blocksteller geht quer durch die Zone von einem Low Post zum anderen, um einen Innenspieler freizublocken. Der Cutter kommt zum Low Post auf der Ballseite, meist für einen Ballempfang nah am Korb. So bekommt dein bester Innenspieler gut den Ball.
Blöcke stellen im Basketball: So stellst du einen regelgerechten Block
Sei rechtzeitig an der Stelle, bevor der Cutter dich braucht. Mach einen Sprungstopp in eine breite Grundstellung, die Füße etwa schulterbreit auseinander, die Knie gebeugt. Verschränke die Arme vor der Brust oder halte sie eng am Körper.
Bleib stehen, bis der Cutter vorbei ist. Ein bewegter Block ist ein Foul, genauso wie Reinlehnen, die Hüfte Rausstrecken oder Schieben mit den Armen.
Lass dem Verteidiger Platz. Steht der Verteidiger still, darfst du den Block direkt neben ihm stellen, solange du ihn nicht berührst. Bewegt sich der Verteidiger, musst du ihm Zeit und Abstand lassen, um anzuhalten oder die Richtung zu ändern, meist ein bis zwei Schritte. Von hinten (Back Screen) musst du einem stehenden Verteidiger einen normalen Schritt Abstand lassen.
So nutzt du einen Block im Basketball
Warte auf den Block. Der häufigste Fehler ist, loszulaufen, bevor der Blocksteller steht. Das führt entweder zu einem Foul, oder der Verteidiger kommt durch. Mach ein, zwei Schritte in die andere Richtung, um deinen Verteidiger zu locken, und lauf dann los.
Lauf Schulter an Schulter am Blocksteller vorbei. Ist zwischen dir und dem Blocksteller eine Lücke, kann der Verteidiger durchschlüpfen.
Lies deinen Verteidiger. Läuft er hinter dir her, zieh mit einem Curl Richtung Korb. Spekuliert er und geht oben drüber, geh wieder raus oder mach einen Backdoor-Cut. Geht er unten durch, geh für einen Wurf nach außen.
Oft ist am Ende der Blocksteller frei. Wenn der Cutter vorbei ist, sollte sich der Blocksteller zum Ball drehen und entweder zum Korb abrollen oder sich an einer freien Stelle außen anbieten.
Siehe auch: Pick-and-Roll, 5-out-Motion-Offense
Blockübung: 3-gegen-0 mit Down Screen und Back Screen
- Stell einen Passgeber an die Spitze, einen Blocksteller auf den rechten Flügel und einen Cutter an den rechten Low Post. Der Blocksteller stellt einen Down Screen, der Cutter kommt hoch auf den Flügel, fängt und wirft. Fünf Durchgänge, dann Seite wechseln.
- Jetzt kommt der Blocksteller wieder hoch und stellt einen Back Screen für den Passgeber, der zum Korb schneidet und den Pass vom Flügel bekommt. Nach jedem Durchgang rotieren alle eine Position weiter.
- Stell einen Verteidiger nur gegen den Cutter. Der Cutter liest den Verteidiger und entscheidet sich für Curl, Pop-out oder Backdoor-Cut.
- Jetzt bekommt jeder einen Verteidiger, gespielt wird 3-gegen-3. Ein Korb nach einem Block zählt zwei Punkte, jeder andere Korb einen.
Trainertipp Achte bei jedem Durchgang auf die Füße des Blockstellers. Beide Füße müssen ruhig am Boden stehen, wenn der Cutter vorbeiläuft. Lass den Blocksteller laut „Steht!“ rufen und bring dem Cutter bei, erst loszulaufen, wenn er das hört.
Blocks im Basketball: häufige Fehler
- Ein bewegter Block: Der Blocksteller rutscht nach oder lehnt sich in den Verteidiger, während der Cutter vorbeiläuft.
- Der Cutter läuft zu früh los, bevor der Blocksteller steht.
- Den falschen Verteidiger blocken oder den Block im freien Raum stellen, wo er niemanden aufhält.
- Zu weit um den Block herumlaufen, sodass eine Lücke entsteht, durch die der Verteidiger schlüpfen kann.
- Der Blocksteller bleibt nach dem Block stehen und schaut zu. Er sollte abrollen oder nach außen gehen, um sich freizulaufen.
- Einen Back Screen zu nah an einem stehenden Verteidiger stellen – das ist ein Foul.
Indirekte Blöcke vs. Pick and Roll
Down Screens, Back Screens, Flare Screens und Cross Screens werden abseits des Balls gestellt, um einen Mitspieler für einen Pass freizublocken. Ein Ball Screen wird für den Dribbler gestellt und leitet das Pick and Roll ein. Die meisten Jugendteams lernen zuerst indirekte Blöcke, weil dabei niemand dribbeln und gleichzeitig die Verteidigung lesen muss.
Blocks im Basketball: häufige Fragen
Welche Blockarten gibt es im Basketball?
Die häufigsten sind Down Screen, Back Screen, Flare Screen, Ball Screen und Cross Screen. Außerdem hörst du Namen wie Pin Down, UCLA Screen oder Stagger Screen – das sind Varianten davon.
Was ist ein Down Screen im Basketball?
Ein Block, bei dem der Blocksteller Richtung Grundlinie läuft und für einen Mitspieler am Low Post blockt. Der Mitspieler kommt über den Block hoch auf den Flügel oder an die Spitze der Zone und bekommt dort den Ball.
Was ist ein Back Screen im Basketball?
Ein Block hinter einem Verteidiger, auf der Seite, die näher am Korb ist. Der Spieler, für den geblockt wird, schneidet zum Korb. Back Screen heißt er, weil er im Rücken des Verteidigers gestellt wird.
Was ist ein Flare Screen?
Ein Block an der inneren Schulter des Verteidigers. So kann sich der Angreifer vom Ball weg auf den Flügel oder in die Ecke absetzen und einen Sprungwurf nehmen.
Wie stellt man im Basketball einen regelgerechten Block?
Bleib mit beiden Füßen auf dem Boden stehen, halte die Arme nah am Körper und beweg dich bis zum Kontakt nicht mehr. Lass einem laufenden Verteidiger genug Platz zum Stoppen und lehn dich nicht rein, schieb nicht und stell keine Hüfte raus.